Der Luftkurort Davos im Kanton Graubünden in der östlichen Schweiz: Wintersporttradition seit dem späten 19. Jahrhundert
November 29th, 2011 by skifahrerSeitdem der bekannte englische Schriftsteller Arthur Conan Doyle (1859 bis 1930) im Jahr 1889 den Skisport rund um den heute gut 11000 Einwohner fassenden Kurort beschrieb, steht Davos international stellvertretend für den Schweizer Wintersport. Neben den umliegenden Skigebieten im Raum Davos/Klosters wie Schatzalp/Strela, Brämabüel/Jakobshorn, Parsenn, Pischa, Rinerhorn und Madrisa waren und sind auch andere Wintersportarten dort schon von jeher gut vertreten.
So fand das erste historisch belegte und offizielle Schlittenrennen 1883 in Davos statt, und auch der berühmte Davoser Schlitten stammt – wie man an seinem Namen unschwer erkennen kann – von dort. Weitere für den Wintersport bedeutsame Premieren, die in Davos statt fanden, waren die erste Weltmeisterschaften im Eislaufen der Frauen 1906 und die Inbetriebnahme des weltweit ersten Bügelskilifts durch die Davoser Skischule im Jahr 1934. Heute ist das Pistenangebot rund um Davos und Klosters mit seinen über 320 Kilometern eines der größten und schneesichersten in der gesamten Schweiz.
Die gleichberechtigte Stellung der einzelnen Schneedisziplinen wird auch bei der regelmäßigen und bei Besuchern des Ortes sehr beliebten Veranstaltung “La Nuit blanche” (die weiße Nacht) deutlich, bei der zum Ende der Saison meist im März aus allen alpinen Skifahrern und Skispringern, Skiakrobaten, Freestylern, Langläufern und Snowboardern die Königin und der König des Schweizer Schneesportes gewählt wird. Ebenfalls in Davos findet man größte Natureisbahn Europas und die Heimstatt des mit 30 Schweizer-Meister-Titeln erfolgreichsten Eidgenössischen Eishockeyclub, das Eisstadion Vaillant-Arena des 1921 gegründeten HC Davos.